Als wir mit der Gestaltung des World Wide Web kurz WWW heute besser bekannt als „das Internet“ 1995 anfingen, mußten wir – vor unseren Leistungen – erstmal „Das Netz“ als solches „verkaufen“ („Das wird mal eine ganz große Sache, auch wenn Du Dir das jetzt noch garnicht vorstellen kannst..“). Darum versuchten wir das Netz zu erklären und das war so:

Ursprünglich als militärisches Datennetz wurde das heutige Internet bereits in den 60’er Jahren entwickelt. Später diente es der Wissenschaft und den Universitäten zum weltweiten Austausch von Information und war neben dieser Gruppe nur wenigen Computerfreaks vorbehalten. Erst Jahrzehnte später kam es zu seiner heutigen Popularität.

Seit 1993 befindet sich das Internet in einem unaufhaltsamen Wachstum. Vom elitären Datennetz entwickelte es sich zum Medium fürs Volk. Zahlreiche Vorteile und ungeahnte neue Möglichkeiten bieten sich für jeden, der sich das Netz zugänglich macht. Diese Tatsache erfahren immer mehr Menschen. Bis heute über 40 Millionen..
Die Wachstumsrate verdoppelt sich jährlich!

Der Grund für die plötzliche Popularität ist das World Wide Web, kurz WWW. Damit präsentiert sich das an sich komplizierte Netz in einer benutzerfreundlichen, für jedermann verständlichen multimedialen Oberfläche. Neben der reinen Information besteht im WWW die Möglichkeit Bilder, Klänge, Sprache und Video einzubinden. Selbst die Navigatoion durch 3-Dimensionale Räume wird möglich. Wer Internet sagt, meint World Wide Web.

Die Kostenersparnisse so-wohl bei interner als auch externer Kommunikation sind immens. Der Versand eines elektronischen Briefes (eMail) kostet weniger als ein Telefonat und erreicht seinen Empfänger Sekunden später – auf jeden Punkt der Erde. Der Vergleich mit konventioneller Briefpost verbietet sich von vornherein. Großangeleg-te Mailings können so zu Bruchteil der bisherigen Kosten realisiert werden. Beliebige Dateien inklusive!

Täglich wird über das Netz die Menge an Information übertragen, welche zu Beginn unseres Jahrhunderts das gesamte Wissen der Menschheit darstellte. Dieses Wissen können Sie sich und Ihrem Unternehmen jederzeit zur Verfügung stellen. Keine Frage ist zu speziell, keine Bibliothek zu weit. Amerikanische Universitäten investieren anstelle einer teuren Büchersammlung in Computer mit Internetzugang.

Mit Hilfe multimedialer und interaktiver Inhalte setzen Sie sich in der Lage Ihr Unternehmen in bisher nicht gekannter Form zu präsentieren. Die Internet Präsenz bedeutet Kundenservice, Information und sogar tolerierte Werbefläche – bei ausgewogenem Informationsgehalt. Aufgrund der Interaktivität können Sie direkt auf Ihre Kunden eingehen und Ihr Angebot Ihren Wünschen entsprechend gestalten.

Audio und Video on demand. Ausnahmslos jede digitalisierte Information läßt sich durch das Netz schicken. Videokonferenzen können mit Hilfe des Internet und einer digitalen Kamera zum Ortstarif abgehalten werden und interkontinentale Telefongespräche führen Sie zum Ortstarif!

Mit Hilfe des Netzes machen Sie sich Orts unabhänig. Das firmeneigene Netzwerk kann mit Hilfe des Internets für jeden Ihrer Mitarbeiter von jedem Punkt der Erde aus erreicht werden.
Durch dieses sogenannte „Intranet“-Technologie verleihen Sie nicht nur Außendienstmitarbeitern neue Fähigkeiten.

mit dem Netz wird die gesamte Welt zum potentiellen Kunden. Ganz gleich wie groß oder wo Ihr Geschäft ist. 24 Stunden täglich bieten Sie Ihr Angebot an – weltweit. Bestellungen werden am automatisch zu Ihrem PC geleitet und nach der Zahlungsvereinbarung wird geliefert!

Technische Innovation bestimmen den Netzalltag. Durch die mittlerweile annerkannte gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeut-ung des Netzes, wird von allen Seiten fieberhaft an dessen Weiterentwicklung gearbeitet.
In wenigen Jahren werden durch erweiterte Übertragungswege bisher nur utopisch anmutenden Lösungen realisierbar sein.

 

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Die Ursprünge des Internet gehen zurück in die Zeit des Kalten Krieges. Das amerikanische Verteidigungsministerium hatte nach dem Start des „Sputnik“ (1957) eine Organisation mit dem Namen „ARPA“ ins Leben gerufen. ARPA bekam vom Verteidigungs-ministerium den Auftrag, die militärische Nutzbarkeit von Computernetzen zu prüfen und diese gegebenenfalls zu fördern. Dieser Auftrag initierte, ohne daß es damals irgend jemand ahnte, die Geburt des heutigen Internet.

Die Zielvorgabe bei der Entwicklung war es, ein Netz mit höchstmöglicher Stabilität zu schaffen. Das heutige Internet ist ein direkter Nachkomme dieses Netzes. Seine Konstruktion basiert auf der Idee, Atomangriffe überstehen zu können. Auf der hieraus resultierenden Robustheit beruht ein Teil seines Erfolgsgeheimnisses.
Das Internet ist dezentral und selbstorganisierend. Es gibt keine Zentralverwaltung oder oberste Behörde. Das Internet gehört niemandem. Darauf beruht seine Stärke: keine Institution, Staat oder Behörde hat die Macht, es in seiner Gesamtheit abzuschalten oder zu kontrollieren.

„Auf lange Sicht gesehen mag der Aspekt, die zwischenmenschliche Kommunikation zufördern, sogar wichtiger werden als technische Ziele“.

Dieser Satz von Andrew S. Tanenbaum ist zur Zeit dabei, durch das Internet Realität zu werden. Daß ein Rechnernetz vom technischen Standpunkt aus betrachtet etliche Vorteile gegenüber einem alleinstehenden Insel-Rechner hat, ist ziemlich einleuchtend. Daß aber auch darüber hinaus ein weltumspannendes Netzwerk mittlerweile für jeden Interes-sensbereich etwas zu bieten hat, ist noch nicht überall bekannt.

Die einzige Voraussetzung für die Teilnahme daran ist die, überhaupt an irgend etwas Interesse zu haben.
Nur solchen Menschen, denen diese Fähigkeit abhanden gekommen ist, ist von der Benutzung des Internet abzuraten.

Das WWW-Prinzip beruht auf der Verknüpfung von Rechnern und ihren Datenbeständen durch sogenannte Links, auch Hyperlinks genannt. Das Wort „Link“ heißt übersetzt einfach „Verbin-dung, Verknüpfung“. „Verbunden“ werden Rechner und ihre Daten. Die jeweilige Verbindung wird durch Internet-Kommandos hergestellt, die der Benutzer durch einfaches Anklicken von Text- oder Bildsymbolen ausführt. Dabei „sieht“ der Benutzer im Normalfall nicht das möglicherweise komplizierte dahinterstehende Kommando.
Die Programmiersprache des WWW heißt HTML (HyperText Markup Language). Ein Hypertext ist dabei mehr als ein normaler Text – er enthält Worte oder Bilder, die beim Anklicken automatisch Aktionen auslösen. Sie macht aus einem einfachen Text ein vernetztes, nicht lineares Gebilde
Organisiert sind die WWW-Informationen in „Seiten“, meist mit dem englischen Orginalbegriff pages oder sites bezeichnet. Die Seiten können jeweils einer Bildschirmseite entsprechen, können aber auch wesentlich länger sein.
Das legt der Programmierer einer solchen Seite durch sein HTML-Programm fest.

Die Bedienung einer WWW-Oberfläche wie z.B. Netscape oder Mosaic sollte für einen Benutzer, dem der Umgang mit Icons eine vertraute Sache ist, einigermaßen selbsterklärend sein.
Für den Umgang mit dem WWW gibt es etliche Anwenderpro-gramme (Clients). Falls Sie das an dieser Stelle eher erschreckt, sollten Sie weiter lesen. Denn das modernste und am weitesten entwickelte Programm namens Net-scape hat sich zu einen De-facto-Standard durchgesetzt. Wenn irgend möglich, sollten Sie dieses Programm benutzen. Bei den grafischen Oberflächen, wie z.B. unter Windows, wird Netscape gewöhnlich durch Anklicken des entsprechenden Icons aktiviert. Die Bedienung ist unter jedem Betriebssystem gleich! Netscape ist zwar grundsätzlich ein kommerzielles Produkt, für einen großen Personenkreis ist die Lizenz jedoch kostenlos oder sehr preiswert. Das Programm ist per FTP frei erhältlich. Kostenlos ist die Benutzung für Bildungseinrichtungen, für Non-profit-Organisationen und für Privatpersonen. Für kommerzielle kostet es Lizenzgebühr.
Für jedes Betriebssystem die gleiche Bedienung des Internet: Netscape und WWW machen’s möglich!

Dieser Inhalt wurde 1995 von Sven für den x3network Image Folder erstellt. Mehr Internet und unsere Arbeiten aus dieser Zeit gibt es in unseren Web-Archiven (ab 1995 bzw. bis 2005) .

 

Auch schön zu sehen

1 comment

  • sven

    dfgdfgdfgdfg

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